Sie haben ein Kündigungsschreiben Ihres Vermieters erhalten und wollen sich weigern, die Wohnung zu verlassen? Hier erfahren Sie, wie Sie die drohende Räumungsklage abwenden und worauf Sie dabei unbedingt achten sollten.

Räumungsklage abwenden – Was ist zu tun?

  • Zahlung von Mietrückständen
  • Außergerichtliche Einigung anstreben
  • Beantragung von finanzieller Unterstützung
  • Äußerung der Verteidigungsbereitschaft
  • Einhaltung aller Fristen
  • Anwalt für Mietrecht kontaktieren

Wenn mit einer Räumungsklage gedroht wird, ist dies ein drastischer Schritt. Sie sollten umgehend handeln, um alle Fristen einzuhalten und ein Versäumnisurteil und den Vollzug der Räumungsklage zu vermeiden. In vielen Fällen ist es möglich, sich mit dem Vermieter zu einigen. Die Mandatierung eines Anwalts für Mietrecht steigert Ihre Chancen auf einen Verbleib in der Wohnung erheblich.

Möchten Sie die Vorteile einer Rechtsberatung nutzen? Dann vereinbaren Sie hier direkt einen Beratungstermin.

Beratungstermin vereinbaren!

Ausstehende Mietzahlungen leisten

Einer der häufigsten Gründe für Kündigungen und Räumungsklagen sind Mietrückstände. In diesem Fall können Sie die Räumungsklage abwenden, indem Sie die rückständige Miete bezahlen. Die Räumungsklage wird somit gegenstandslos und das Mietverhältnis verlängert sich. Üblicherweise haben Sie zwei Monate Zeit, um Zahlungsrückstände auszugleichen. Diese Option können Sie jedoch nur einmal in zwei Jahren nutzen.

Es ist Ihnen nicht möglich, das Geld aufzubringen? Versuchen Sie eine Einigung auf Ratenzahlung zu erwirken oder beantragen Sie Unterstützung beim Jobcenter. Auch in dieser Hinsicht hilft Ihnen ein Mietrechtsanwalt weiter.

Der Rechtsexperte sorgt außerdem dafür, dass Fristen eingehalten werden und Sie beispielsweise innerhalb von 14 Tagen Ihre Verteidigungsbereitschaft äußern. Zu diesem Zweck wird Ihr Anwalt Ihre Sicht der Dinge in einem Brief an das Amtsgericht erläutern.

Hier Anwalt kontaktieren!

Vollstreckungsschutz beantragen

Mieter haben die Möglichkeit, die Räumung durch Beantragung eines Vollstreckungsschutzes hinauszuzögern. Der Mieter hat dann länger Zeit, eine andere Wohnung zu finden. Vollstreckungsschutz kann erst beantragt werden, wenn bereits ein Räumungstitel vorliegt.

Ihr Anwalt wird in Ihrem Namen den Vollstreckungsschutz vor dem Ende der mündlichen Verhandlung beantragen. Geschieht das nicht, kann das Amtsgericht einen Termin für die Räumung festlegen. Das passiert meist in Fällen, in denen der Mieter (Räumungsschuldner) sich nicht durch einen Anwalt vertreten lässt.

Folgende Gründe sprechen für die Gewährung eines Vollstreckungsschutzes:

  • Gefahr für Leib und Leben des Mieters
  • Drohende Obdachlosigkeit
  • Suizidgefahr
  • Vermeidung eines zweiten Umzugs (Ersatzwohnung vorhanden, aber noch nicht beziehbar)

Konflikte mit dem Vermieter und eine drohende oder bereits eingereichte Räumungsklage sind Gründe, um sich von einem Anwalt für Mietrecht beraten zu lassen. Das Ignorieren von Kündigungsschreiben ist gefährlich und verbaut Ihnen den Weg zu einer gütlichen Einigung.

Noch heute beraten lassen!

Folgende Urteile zum könnten Sie ebenfalls interessieren

Sie planen eine Eigenbedarfskündigung? Erfahren Sie hier, welche sachlichen und formalen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und warum es sich lohnt, einen Mietrechtsanwalt zu mandatieren, um Probleme bei der Durchsetzung der Kündigung ...
Das Privateigentum steht unter besonderem Schutz des Grundgesetzes. Deshalb hat ein Vermieter das Recht, seinem Mieter zu kündigen, wenn er oder ein naher Angehöriger die Wohnung selbst als Wohnraum benötigt. Erfahren Sie hier, welche Gründe f...
Eine Eigenbedarfskündigung trifft Mieter insbesondere in den Ballungszentren mit angespanntem Wohnungsmarkt hart. Erfahren Sie hier, wann es Sinn macht, sich gegen die Kündigung zu wehren und welche Rechte Ihnen grundsätzlich zustehen. Ihr Verm...
Eine Räumungsklage ist manchmal der einzige Weg, um Mieter zum Ausziehen aus der Wohnung zu bewegen. Hier erfahren Sie, welche Kosten mit einer Räumungsklage verbunden sind und wie Sie sich davor schützen können. Die Kosten der Räumungsklage ...
Wenn sich Ihr Mieter weigert auszuziehen, stehen Sie vor einem Problem, das die Mandatierung eines Mietrechtsanwalts erfordert. Verlieren Sie weder Zeit noch Geld und nutzen Sie stattdessen die Möglichkeiten des deutschen Mietrechts. Wir beraten ...
Wenn der Vermieter gekündigt hat und sich der Mieter weigert, auszuziehen, kann es passieren, dass der Konflikt eskaliert und schließlich eine Räumungsklage als der einzige Ausweg bleibt. Was ist dabei hinsichtlich des Ablaufs und der Dauer zu ...
Wohnungseigentumsrecht Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) regelt die rechtlichen Beziehungen der Wohnungseigentümer untereinander und die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums. Die Reform des WEGs erfolgte durch das WEMoG zum 01.12.2020. Das ...
Kontakt
Kanzlei für privates Immobilienrecht Harald Spöth - Ihr Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht in München
Kontakt und Anfahrt