Wohnraummietrecht

Gerade bei mietrechtlichen Problemen ist es für Vermieter wichtig, schnell und frei von Rechtsfehlern zu handeln. Bleiben zum Beispiel die Mietzahlungen aus oder wird die Miete ständig verspätet bezahlt, kommt es häufig zu großen finanziellen Verlusten für den Vermieter. Denn von Beginn des Zahlungsverzugs bis zur Zwangsräumung vergehen durchschnittlich vier bis acht Monate. In den meisten Fällen bleibt der Vermieter auf den Mietausfällen sitzen. Selten kommt der Mieter einer fristlosen Kündigung des Vermieters nach. Deshalb sollte so schnell wie möglich Räumungsklage beim Amtsgericht erhoben werden. Aber auch in den meisten anderen Fragen eines Mietverhältnisses kommt dem Vermieter die aktive Rolle zu. Der Vermieter kann seine Rechte nur wahren, wenn er dem Mieter gegenüber formell- und materiell – rechtlich wirksame Erklärungen abgibt, gesetzliche und vertragliche Fristen einhält und die aktuelle mietgerichtliche und obergerichtliche Rechtsprechung kennt. Wir helfen bei der Bewirtschaftung Ihrer Immobilie in Form von Mieterhöhungen, Kautions- und Betriebskostenabrechnungen in steuerlichen Fragen oder wenn Sie einfach nur Ihre Immobilie wieder selber bewohnen wollen.

Wir unterstützen Sie auch als Mieter bei ungerechtfertigten Kündigungen, Mieterhöhungen oder Kautions- und Betriebskostenabrechnungen. In Fragen des vorgetäuschten Eigenbedarfs, des Wirtschaftsstrafgesetzes sowie bei zu Unrecht bezahlter Miete, sind wir für Sie der richtige Ansprechpartner.

Wir beraten Sie bereits im Vorfeld der Vermietung, damit Sie schon bei Abschluss des Mietvertrages Fehler vermeiden und die bestehenden Spielräume optimal gestalten. Bei Unstimmigkeiten im Mietverhältnis legen wir Ihnen objektiv die Rechtslage dar und beraten Sie rechtssicher. Im Streitfall vertreten wir Sie vor Gericht und prüfen die Möglichkeit und Erfolgsaussicht von Klage oder Einspruch.

 

Gewerberaummietrecht

Aber auch im Gewerberaummietrecht sind rechtsichere Verträge sowie die Kenntnis der neuen Rechtsprechung unabdingbar. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (Senat zuständig für die gewerblichen Miet- und Pachtstreitigkeiten) seine Entscheidungen dem VIII. Zivilsenat (Senat zuständig für Wohnraumsachen) zusehends anpasst. Dies führt zu einer zunehmenden Einschränkung der Vertragsfreiheit. Derzeit ergeht eine Flut an Entscheidungen zu den wichtigsten seit langem umstrittenen Fragen des Mietrechts, die Sie regelmäßig auf unserer Website nachlesen und downloaden können.

Gerade im Gewerberaummietrecht ist eine übergreifende Fachkompetenz sowie Verhandlungsgeschick von Nöten. Wir unterstützen Sie gerne in diesem Bereich mit der Erarbeitung von Gewerberaummietverträgen, dem Führen der Verhandlungen sowie bei einer etwaig notwendigen gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Wir beraten Sie aber gerne auch in Fragen der Beendigung eines noch auf bestimmte Zeit laufenden Mietverhältnisses, bei der Durchsetzung von Ansprüchen wegen Minderung und Schadensersatz.

Auf Grund unserer Sachkompetenz im privaten Baurecht beraten wir Sie auch gerne bei Streitigkeiten mit Handwerkern oder auch bei Sanierungen von Gewerbeobjekten. Hier steht uns Herr Dipl. Ing. (FH) Kuno Spöth, Sachverständiger, Fachbereich Estrich und Industrieböden, bestellt von IHK München und Oberbayern zur Seite.

Zweckentfremdung

Wir vertreten Sie auch in Ordnungswidrigkeitsverfahren im Bereich der Zweckentfremdungssatzung der Stadt München. Nur wenige wissen, dass in München Wohnraum nur mit einer Zweckentfremdungsgenehmigung zu anderen als Wohnzwecken genutzt werden darf und eine zweckwidrige Nutzung mit einer Geldbuße bis zu 500.000€ bewehrt ist.

Eine genehmigungspflichtige Zweckentfremdung liegt vor,

wenn Wohnraum

überwiegend für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet oder überlassen wird;

zum Zwecke einer dauernden Fremdenbeherbergung, insbesondere einer gewerblichen Zimmervermietung oder der Einrichtung von Schlafstellen verwendet oder überlassen oder sonst durch eine pensionsartige Nutzung bzw. eine Nutzung als Ferienwohnung dem allgemeinen Wohnungsmarkt entzogen wird;

baulich derart verändert oder in einer Weise genutzt wird, dass er für Wohnzwecke nicht mehr geeignet ist;

länger als drei Monate leer steht

beseitigt wird (Abbruch)

Kontakt
Kanzlei für privates Immobilienrecht Harald Spöth - Ihr Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht in München
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